Ausstellung und Turbinenhallen-Programm mit Asad Raza
12.09.2026 - 24.04.2027

Am 12. September 2026 eröffnet das E-WERK Luckenwalde dasdie nächste Turbinenhallen-Projekt-Kommission mit dem Künstler Asad Raza sowie eine begleitende, das 10.000 m² große Areal des Kraftwerks umfassende Ausstellung Razas.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem E-WERK, einem gemeinnützigen regenerativen Kraftwerk und Zentrum für zeitgenössische Kunst, und Raza, der für seine partizipativen und multisensorischen Arbeiten bekannt ist. Die Ausstellung erstreckt sich über den historischen Maschinenraum, die Turbinenhalle und weitere Ausstellungsräume des E-WERKs sowie über die Außenbereiche des Kraftwerks.

Folgenden Termin Vormerken: Eröffnung am Samstag, den 12. September, von 16:00 bis 22:00 Uhr mit Performances, Vorträgen und "Electric Earth" – dem ersten Kapitel der wechselnden Filmausstellung.

Über die Ausstellung
Razas Forschung kehrt zur menschlichen Entdeckung der Elektrizität als natürlichem und sogar körperlichem Element zurück. „Elektron" war ursprünglich das altgriechische Wort für Bernstein, von dem schon in der Antike bekannt war, dass er beim Reiben Funken erzeugen kann. Der Mechanismus, einen Magneten zu rotieren, um damit elektrische Ladung durch einen Draht zu leiten, machte dieses Element auf neue Weise beherrschbar. Dennoch, so beobachtet Simon Schaffer, Wissenschaftshistoriker und wissenschaftlicher Berater des Projekts: „In den ersten eineinhalb Jahrhunderten künstlicher Elektrizität drehte sich vor allem alles um publikumswirksame Performance. Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts sieht man die Erzeugung von Funken und elektrischen Schocks, und genau das war es, was Elektrizität in der Öffentlichkeit bedeutete."

Dementsprechend wird Razas Ausstellung von einer Gruppe menschlicher Dialogpartner*innen, den sogenannten Conductors begleitet, die mit Besucher*innen und Kunstwerken interagieren. Die Kommission wird die Infrastruktur des Kraftwerks untersuchen und die im E-WERK produzierte Energie “Kunststrom” nutzen, um Elektrizität als ein natürliches Phänomen erfahrbar zu machen, das körperlich im Raum und nicht nur als unsichtbarer Akteur technologischer Innovationen erlebt werden kann. Razas sensorische, skulpturale und performative Interventionen werden die erzeugende Funktion des Kraftwerks verstärken und die unsichtbare Infrastruktur der Elektrizität sichtbar und sogar spürbar machen.

Öffentliches Programm
Das E-WERK präsentiert zudem als öffentliches Begleitprogramm “The Electric Sublime”; ein David-Lynch-Film- und Musikmarathon (Oktober 2026) sowie ein Symposium (April 2027) und eine rotierenden Filmreihe in drei Kapiteln: „Electric Sublime“, „Electric Power“ und „Electric Earth“. Gezeigt werden Arbeiten von P. Staff, Ana Mendieta, Doug Aitken, Rachel Rose, Cecilia Bengolea und weiteren Künstler*innen (September 2026 bis April 2027). Das vollständige Programm sowie die genauen Termine werden im Sommer 2026 bekannt gegeben. Das Programm wird von der Künstlerischen Leiterin des E-WERKs, Helen Turner, und der Produzentin Florine Lindner in enger Zusammenarbeit mit Asad Raza kuratiert. Folgenden Termin vormerken: Am 16. Oktober wird die erste Veranstaltung stattfinden.

Asad Raza. Foto: E-WERK Luckenwalde

Über den Künstler
Asad Raza (*1974 in Buffalo, USA) ist bekannt für seine multisensorischen, partizipativen Arbeiten, die das Publikum aktiv einbeziehen. Seine Werke greifen häufig in bestehende Umgebungen ein und laden dazu ein, Räume bewusster wahrzunehmen sowie über das Verhältnis von Mensch und Natur nachzudenken. Indem er Elemente der natürlichen Welt in ortsspezifische Installationen integriert, hinterfragt Raza die Konventionen des Ausstellungsraums und verwandelt ihn in einen lebendigen Erfahrungsraum.

Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert. Gefördert wird sie außerdem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK), dem Landkreis Teltow-Fläming und der BJKS-Stiftung Teltow-Fläming der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS).

“E-WERK Live! The Electric Sublime” wird gefördert von der Initiative Musik mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Zusätzliche Unterstützung erfolgt durch die Stadt Luckenwalde.