POWER NIGHT 2021: Samstag 1 Mai

 

Sun & Sea (Marina)

Rugilė Barzdžiukaitė, Vaiva Grainytė, Lina Lapelytė

Bauhaus Stadtbad

Diese Leistung wird nur mit Ihrer Hilfe möglich sein! Ab dem 1. Februar 2021 wird E-WERK eine Crowdfunding-Kampagne durchführen, um die 40.000 EUR aufzubringen, die für die Realisierung der Arbeit notwendig sind. Melden Sie sich für unseren Newsletter an oder folgen Sie uns auf Instagram, Twitter oder Facebook, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Sun & Sea (Marina), Rugile Barzdziukaite, Vaiva Grainyte, Lina Lapelyte, Biennale Arte 2019, Venice. Photo: © Laima Stasiulionyte

Filmemacherin/Regisseurin Rugilė Barzdžiukaitė, Schriftstellerin/Poetin Vaiva Grainytė und Künstlerin/Komponistin Lina Lapelytė werden im Rahmen der POWER NIGHT 2021 an zwei aufeinander folgenden Tagen im Bauhaus Stadtbad die Performance-Oper Sun & Sea (Marina) präsentieren. Sun & Sea (Marina) ist die zweite Zusammenarbeit der drei Künstlerinnen, die speziell für den Litauischen Pavillon auf der 58. Biennale von Venedig, die mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, als Dauerwerk adaptiert wurde.

Im Kern ein ökologisches Werk, spielt Sun & Sea (Marina) auf einem künstlichen Strand. Dieser besteht aus Licht, Architektur und Musik. In der Hitze der Mittagssonne singen Urlauber*innen ihre alltäglichen Geschichten, in denen sich ihre Gedanken entfalten. Nach und nach multiplizieren sich die alltäglichen Mikroereignisse und Lieder zu einem größeren Bild, das die dramatischen Änderungen der klimatischen Lebensbedingungen auf unserem Planeten im entspannten Strandtreiben reflektiert. Hinter dem entspannten Schauplatz  - einem überfüllten Strand im Sommer - verbirgt sich eine eindringliche Botschaft: Die Krisen der Gegenwart entfalten sich leicht und leise – wie ein Popsong am allerletzten Tag der Erde.

Stellen Sie sich einen Strand vor - Sie befinden sich darin, oder besser: Sie schauen von oben zu - die brennende Sonne, Sonnencreme, helle Badeanzüge, verschwitzte Handflächen und Beine. Müde Glieder breiteten sich träge über ein Mosaik aus Handtüchern aus. Gelegentlich hört man das Kreischen von Kindern, das Gelächter, das Klingeln eines Eiswagens und das beruhigende Geräusch der rhythmischen Brandungswellen. Zerknüllte Plastiktüten, die in der Luft wirbeln und rascheln, schweben irgendwann leise, quallenartig unterhalb der Wasserlinie. Man hört das Rumpeln eines Vulkans, das Brummen eines Flugzeugs oder eines Schnellboots. Dann ein Chor Alltagsliedern, Lieder der Sorge und der Langeweile, Lieder von fast nichts. Und darunter: das langsame Knarren einer erschöpften Erde, ein Keuchen. Lucia Pietroiusti